Die kappaFLC werden als vielversprechender Parameter zum Nachweis der intrathekalen Immunglobulin-Synthese angesehen, da die kappaFLC bei ähnlicher diagnostischer Sensitivität technisch weniger anspruchsvoll und kostengünstiger sind, als die isoelektrische Fokussierung bzw. die oligoklonalen Banden (OKB).
Trotz einer vergleichbar guten Sensitivität, können die kappaFLC die OKB noch nicht ersetzen. In bestimmten Fällen können diese aber ein unterstützender, quantitativer Parameter sein, z.B. in OKB-negativen MS-Fällen oder bei nicht eindeutigen OKB-Befunden.
Ab dem 1. April 2024 werden alle Materialsendungen für in-vitro-diagnostische Auftragsleistungen nach Abschnitt 1.7 und 30.12.2 EBM sowie nach Kapitel 11, 19 und 32 EBM einheitlich mittels Muster 10 beauftragt.
Für den serologischen Nachweis einer Toxoplasmose-Infektion gibt es ab Oktober 2023 nur noch zwei Gebührenpositionen im EBM. Durch den Beschluss des Bewertungsausschusses wurde das diagnostische Vorgehen damit an den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik angepasst.
Schwangere werden künftig bereits zu Beginn einer Schwangerschaft im Rahmen der ersten serologischen Untersuchungen auf Hepatitis B getestet. Damit wird das Screening vom dritten ins erste Trimenon der Schwangerschaft vorgezogen. Nicht geimpften Schwangeren mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko soll zudem eine Impfung empfohlen werden.